Blog
Hallo ihr lieben!
Auf dieser Seite beginne ich einen kleinen Blog, um euch mich und meine Arbeit, Lieder und Inspirationen näher zu bringen.
Falls ihr euch etwas schon immer mal gefragt habt, schreibt mir gerne und ich werde hier drauf eingehen! Ansonsten werde ich darüber berichten. wie meine Lieder entstehen, was ich mir beim Schreiben gedacht habe, was für Steine auf meinem Weg liegen und was mich inspiriert. Vielleicht kommen auch ein paar kleine Anekdoten aus meinem Leben - mal schauen!
27.03.2026- Vorbereitungen
Ich habe mir eine E-Gitarre und meine ersten Effektboards gekauft. Es waren spannende Tage. Wenn man sich in Effekte reinhört, versucht man, jeden Teil davon auszutesten, genau zu hören, was mit wem zusammen gut klingt. Bis dato besitze ich ein Delay, ein Distortion Effekt namens Mojo Mojo und ein Funky Gerät von Elektro Harmonix.
Seit Januar arbeiten wir an unserem ersten Album. Wir haben uns unsere Lieder rausgesucht, ihnen komplexitäten zugeteilt und nehmen sie Schritt für Schritt auf. Das ist ein spannender Prozess, da ich sie mit nichts als meiner Acoustic Rhythmus Gitarre geschrieben habe und sie sich im Laufe der Arbeit verändern. Hundert Drachen ist sehr rockig geworden, Quite Alright bekommt sogar ein ganzes Orchester. Wir denken darüber nach, das irgendwann von einem echten Orchester einspielen zu lassen.
Und natürlich haben wir ein paar Auftritte, bei denen wir neues ausprobieren und immer gucken, wie gut die Lieder ankommen. Ich probiere mit meinen Effekten rum und Lukas mit seinen auf dem Piano, und es gehen Stunden ins Land, in denen wir nur am Klang arbeiten. Alles hört sich ständig unfertig an, alles könnte noch mehr haben, noch besser sein.
Manchmal denke ich an die Zeit zurück, in der es nur ich und meine Acoustic Gitarre waren, und dann fühle ich etwas von dem Druck von meinen Schultern verschwinden. Damals hatte ich keine künstlerischen Kniffe in den Liedern. Sie waren simple Akkorde und simple Rhythmen, und ich und der Text, den ich rüberbringen wollte. Das hat gereicht. Und jetzt, wenn ich in Effekten und Klängen und Solis und Instrumenten und Rhythmen versinke, gibt das mir ein bisschen Ruhe.
Ich muss nicht perfekt sein. Die Effekte müssen nicht perfekt passen- es muss einfach gut klingen und wir dürfen Spaß dabei haben. Ich hoffe, auf den Auftritten kommt noch immer die Essenz meiner Musik bei den Zuhörern an. Ich hoffe, sie können in sich fühlen und genießen und Tagträumen in den Geschichten, die ich erzähle. Ich hoffe, dass meine Musik irgendwann ein Level erreicht, bei dem ich nicht mehr unsicher bin, ob ich überhaupt auf einer Bühne stehen darf, ohne das ganze technische und musikalische Wissen.
13.01.2026 - Jaques -
Am 31.12.2025 kam mein aktuellstes Release heraus, ein kleines, aber für mich sehr bedeutsames Lied namens Jaques. Die aufmerksamen Hörer und Fans von mir haben sich sicher schon gefragt, was hinter dem Piepton am Ende des Liedes steckt. Wer stirbt, und warum?
Erlaubt es mir, euch eine kleine Geschichte zu erzählen.
Es war einmal ein Mädchen, das hatte eine tödliche Krankheit, die noch unbekannt war, und nicht geheilt werden konnte. Tagein, tagaus lag sie im Krankenhaus, auf diesen weißen, sterilen Betten, in diesen weißen, sterilen Räumen und hatte nichts, sich zu beschäftigen, als den Blick aus dem Fenster auf die Felder. So ließ sie Untersuchungen über sich ergehen, hörte Gründe, warum sie nicht heraus durfte, hier liegen musste, und sie wurde schwächer und schwächer. Eines Nachts, die Krankenschwestern schliefen, alles war still, schneite es draußen vor dem Fenster und das Mädchen blickte hinaus auf die Straßenlaternen und fragte sich, wie sich wohl der Schnee anfühlen würde. Da trat eine Person an ihr Bett und hielt ihr eine Hand hin.
Das Mädchen kannte diesen Jungen nicht, dessen Gesicht glatt wie Marmor und dessen Augen kalt wie Kristalle waren. Sie fragte nicht nach seinem Namen, während sie seine Hand ergriff und sie gemeinsam aus dem Raum gingen. Barfuß lief sie den Gang entlang bis an die Schiebetür des Krankenhauses. Und sie blieben nicht stehen. Das Mädchen konnte sich nicht erinnern, je diese Schwelle übertreten zu haben, aber es ging so leicht - ein Schritt und sie war draußen. Sie fragte sich nicht, wieso der Boden unter ihr nicht kalt war, obwohl der Schnee unter ihren Füßen knirschte. Sie hielt die Hand des stummen Jungen und gemeinsam liefen sie durch die Nacht, die so still und einsam dalag.
Sie liefen bis zur nächsten Stadt, die das Mädchen schon so lange hatte sehen wollen, und in diese hinein, durch die verzweigten Straßen und Gassen, und stiegen schließlich eine Treppe hinauf, als es nicht weiterging auf eine Leiter, bevor sie sich auf das Dach setzten. Dort saßen sie und betrachteten die Lichter der Autos, die lachenden, betrunkenen Menschen, den fallenden Schnee, der alles verschluckte. Und das Mädchen blickte zu dem schönen Jungen, der während all dessen ihre Hand nicht losgelassen hatte.
... Den Rest könnt ihr euch denken, nicht wahr?
11.01.2026 - Ein Anfang -
Lukas und ich befinden uns auf der Autobahn zwischen Berlin und Düsseldorf. Das Wochenende habe ich als Techniker-Praktikantin bei einer Veranstaltung verbracht. Als Künstlerin hoffe ich, etwas für meine Shows mitnehmen zu können, wenn ich ein bisschen was über Ton und Licht lerne. Außerdem haben wir im Auto viel Zeit, um meine Website zu überarbeiten. Daher ist das mein erster Blogeintrag! Freut euch auf einige Gedankenanstöße von mir in der Zukunft! <3